In the tradition of historical-comparative language or linguistics research, either the common word pairs of any language pair, which are counted as descendants of a hypothetical original language are examined, for example Indo-European (hereditary word pairs) due to a genetic relationship, or a kind of secondary relationship due to indirect/direct proven geographical contact (foreign or loanword pairs). Of course, this is quite apart from the coincidental coherences, which are usually only sought in the formal area, which is the case, for example, with the false friends or certain onomatopoeia and interjections. Furthermore, there ist one seldom researched incident, which can be placed between the common hereditary and loanwords of a language pair in etymological research. When it comes to a single intralingual hybrid word, which consists of inherited and borrowed or different (other language) elements at the same time, one speaks of “hybrid formations” (Kluge 2011: XXIf.). But if we take up this topic from a language-pair-related perspective, we are dealing with interlingual hybrid word pairs, which on the one hand can be hybrid in every single language involved in the language comparison process and on the other hand in comparison to one another, i.e., not even interlingually pure or show an equally bilateral or multi-sided orientation. In view of the fact that the interlingual hybrid word pairs as a linguistic topic have so far been occasionally neglected in the absolute majority of the relevant studies and almost within all (any) language pairs, the present research has dealt with this topic using the example of the genealogically related German and Persian languages that came into contact with each other at times.
Zwischen Sprachgenealogie und Sprachkontakt: Hybride bzw. Erb-/ Lehnwortpaare des Deutschen und Persischen
Zusammenfassung
In der Tradition der historischen-komparativen Sprach- oder Linguistikforschung werden entweder die gemeinsamen Wortpaare jeder Sprachpaarung untersucht, die als Nachkommen einer hypothetischen Ursprache betrachtet werden, zum Beispiel Indogermanisch (erbliche Wortpaare) aufgrund einer genetischen Beziehung, oder eine Art sekundärer Beziehung aufgrund nachgewiesenen indirekten/ direkten geografischen Kontakts (fremde oder Lehnwörter). Natürlich ist dies ganz abgesehen von den zufälligen Übereinstimmungen, die üblicherweise nur im formalen Bereich gesucht werden, was zum Beispiel bei falschen Freunden oder bestimmten Onomatopöien und Interjektionen der Fall ist.
Ein weiteres, selten erforschtes Phänomen, das in der etymologischen Forschung zwischen den gemeinsamen Erb- und Lehnwörtern eines Sprachpaares eingeordnet werden kann, ist die Betrachtung einzelner intralingualer Hybridwörter, die gleichzeitig aus vererbten und entlehnten oder verschiedenen (anderen Sprach-)Elementen bestehen. In diesem Fall spricht man von „Hybridbildungen“ (Kluge 2011: XXIf.). Wenn wir dieses Thema jedoch aus einer sprachpaarbezogenen Perspektive betrachten, befassen wir uns mit interlingualen Hybridwortpaaren, die einerseits in jeder einzelnen Sprache, die am Sprachvergleichsprozess beteiligt ist, hybrid sein können und andererseits im Vergleich zueinander, d. h. nicht einmal interlingual rein oder gleich bilateral oder mehrseitig orientiert sind. Angesichts der Tatsache, dass interlinguale Hybridwortpaare als linguistisches Thema bisher in der überwiegenden Mehrheit der relevanten Studien und fast in allen (irgendwelchen) Sprachpaaren gelegentlich vernachlässigt wurden, befasst sich die vorliegende Forschung mit diesem Thema am Beispiel der genealogisch verwandten deutschen und persischen Sprachen, die zu bestimmten Zeiten miteinander in Kontakt kamen.
Schlagwörter: Erbwortpaar, Lehnwortpaare, Hybridwortpaare, Internationalismus, Deutsch, Persisch